Eine (junge) Familie muss finanziert werden können
Wir haben im letzten Jahr eine wunderbare Tochter bekommen und versuchen ihr alles zu bieten von dem wir glauben, dass es ihr gut tut. Wir, die Eltern, haben beide studiert und sind Betufsanfänger mit dem entsprechenden kleinen Gehältern. Ein gutes Leben können wir uns nicht leisten, da die Finanzierung für junge Familien viel zu gering ausfällt, Elterngeld für 1 Jahr und dann nur 67 % des Lohns reichen nicht für eine größere Wohnung und den Mehraufwand, die 184 € Kindergeld helfen da auch nicht sehr viel weiter.
Wir sind nach dem ersten Lebensjahr unserer Tochter zu Hartz 4 Empfängern geworden, da ich mich als Mutter dafür entschieden habe, mein Kind nicht ab dem ersten Jahr in einer Krippe betreuen zu lassen. Dafür bekomme ich sage und schreibe 150 Betreuungsgeld, die aber auf das ALG 2 angerechnet werden. Das Konzept hinkt für mich an jeder Stelle und macht es uns als Familie nahezu unmöglich ein weiteres Kind zu bekommen ohne uns finanziell von der Gesellschaft zu verabschieden
Kommentare: 1
Entscheidungen für Kinder sind ein Bekenntnis zum Leben.
Das muss entsprechend gewürdigt werden. Die Abgabenlast muss deutlich verringert werden für Familien mit Kindern. Eine Anrechnung zu anderen staatlichen Leistungen darf nicht gemacht werden. Die Betreuungsmöglichkeiten müssen ausgebaut werden, für die Vereinbarkeit von Kinder und Beruf.
Aus diesem Grund halte ich eine Zulage von 100€/Monat pro Kind ohne Verrechnung für sinnvoll. Parallel dazu muss die Abgabenlast für solche Familien deutlich gesenkt werden, damit die Eigenversorgung gelingt.