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MeinungVeroeffentlicht
17.04.2015 um 08:47 Uhr
MeinungAutor
von Picus
MeinungKommentar
Was ist Ihnen persönlich wichtig im Leben?
Lasst uns über Utopia diskutieren
Es wäre sehr einfach mit der üblichen Liste zum Jahresbeginn zu antworten: Zeit für die Familie und Freunde, gesunde Ernährung etc. Allerdings brauche ich dafür nur ein Mindestmaß politischer Rahmenbedingungen. Daher entscheide ich mich für "Freiheit mich zu entfalten und zu wachsen". Dazu zählt für mich unter anderem eine erfüllende Beschäftigung, regelmäßiges Reisen und ein vielfältiges Kulturangebot. Mir fallen nur wenige Orte auf der Welt ein, an denen dies so gut möglich ist wie in Deutschland. Allerdings zahlt der Planet und Menschen andernorts einen hohen Preis für meine Freiheiten. Ich finde wir müssen uns der Frage stellen, wie Leben für Mensch und Natur auch für kommende Generationen möglich ist, ohne Verteilungskriege um Ressourcen und ökologische Katastrophen. Ich wünsche mir einen Dialog über alternative Gesellschaftsformen, mit einem demokratischen Grundverständnis und ohne permanente Fixierung auf wirtschaftliche Interessen. Utopia eben.
Was macht Ihrer Meinung nach Lebensqualität in Deutschland aus?
Es kann gar nicht multikulturell genug sein
Ich arbeite in einem internationalen Umfeld in Deutschland und empfinde dies als enorme Bereicherung. Lebensqualität bedeutet für mich auch der Austausch und Dialog mit anderen Kulturen, deshalb reise ich gerne. Der andere Blickwinkel hilft mir, das eigene Leben in Deutschland mit Distanz zu betrachten. Dies zeigt mir in regelmäßigen Abständen auf, dass wir es uns ziemlich gut eingerichtet haben in unserem Wohlstand. Aber Deutschland ist ein Land das gesellschaftlich überaltert. Wir werden es in der Zukunft bitter nötig haben, dass Menschen aus anderen Ländern hier leben und arbeiten wollen. Der Dialog zum Thema Zuwanderung oder ausländisches Know-how wird in der gegenwärtigen Situation (Pegida/Anschläge der IS) viel zu überhitzt geführt. Ich wünsche mir, dass Deutschland endlich nicht nur an der Döner-Bude, sondern tatsächlich im Herzen multikulturell wird. Eine politische Debatte darüber, wie Menschen in unserem Land die Angst vor "den Ausländern" genommen wird, ist erforderlich.
Kommentare: 4
Es erstaunt mich nicht wirklich, dass ich hier die heile Welt, gebündelt auf einen Block, finde.
Ich klinke mich hier direkt wieder aus.
Sollte die Bundesregierung wirklich einmal vorhaben, den Dialog zu suchen, sollte sie es da tun, wo die Wahrheit unterdrückt wird.
In den Ghettos Duisburgs, Bremens, und anderer Städte!
Bei den Demonstranten der PEGIDA-Veranstaltungen deutschlandweit.
Nicht mit auf den ersten Seiten platzierten Beiträgen über die bösen Nazis und die ach so heile Multikultiwelt.
Solange die Bundesregierung mit ihrer Kanzlerin und ihrem Bundespräsidenten und so vielen anderen Regierungsmitgliedern, jeglichen Dialog mit Mahnern, Kritikern und Unwilligen von vornherein abwürgt, weil sie diese Bürger als Ewiggestrige bezeichnet, als Nazis in Nadelstreifen, als Rassisten, als Verlierer, solange ist eine Aktion wie diese hier, ausschließlich Augenwischerei und mindestens genauso verlogen. Wer nach der Wahrheit sucht, darf keine Angst davor haben, sie zu finden.