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MeinungVeroeffentlicht 15.04.2015 um 19:37 Uhr MeinungAutor von KarinKarin MeinungKommentar 2

Was ist Ihnen persönlich wichtig im Leben?

Die Generation unserer Kinder nicht zu sehr belasten/ Ihnen eine lebenswerte Umwelt hinterlassen

Ich habe selbst drei Kinder. Alle haben studiert, mein Mann und ich sind Jahrgan 60. Wir haben immer gearbeitet, uns auf eigene Kosten fortgebildet, werden Rentenabschläge hinnehmen, pflegen schon jetzt unsere Eltern, haben nie staatliche Transferleistungen bekommen.wir haben der Gesellschaft immer mehr zurückgegeben als wir genommen haben.
Ich bin wütend über Wahlgeschenke wie Rente mit 63 für ein paar wenige Jahrgänge, über zu hohe Renten für die jetzigen Rentner, über unnötige Geschenke wie Betreuungsgeld.
Ich selbst werde mich als Rentner und auch jetzt gerne bescheiden, wenn dadurch auch unsere Nachkommen noch einigermaßen leben können. Gut finde ich deshalb die Energiewende.
Lassen Sie unseren Kindern die Chance auf ein ordentliches Leben, haben Sie den Mut zu Einschnitten auch bei unserer Generation, damit wir nicht auf Pump für die Zukunft unserer Kinder leben!!!!!!

Was macht Ihrer Meinung nach Lebensqualität in Deutschland aus?

Sozialer Frieden durch Bildung und Arbeit

Meine Generation konnte durch großzügiges Bafög noch über Bildung aufsteigen... und zwar nach Befähigung, nicht nur durch Herkunft. Diese Chance prägt auch die Politiker heute. Wer aus kleinen Anfängen aufstieg, hat ein anderes Verantwortungsbewußtsein.
Dies sollte erhalten/ausgebaut werden.
Lieber etwas weniger für alle, aber für alle Teilhabe...nur dann werden wir den sozialen Frieden aufrecht erhalten.
Gut leben heißt für mich Gerechtigkeit, aber auch Einfordern von Leistung, keine soziale Hängematte, aber Hilfe nachhaltig, Würde für Jeden durch Teilhabe an Bildung und Arbeit.
Und die Umwelt und Ressourcen so nutzen, dass noch die nächsten Generationen davon leben können.... auch in der globalen Verantworung. Das wird Umdenken von der Marktwirtschaft bedeuten, aber nur so können wir die Verwerfunfen, die auch uns immer mehr betreffen, im globalen Bereich, befrieden.

Kommentare: 2

  • Die Marktwirtschaft ist wichtig, aber sie ist nicht alles!
    Vor allem dürfen wir die Bildung unserer Kinder nicht der Marktwirtschaft überlassen.
    Wenn unsere Gesellschaft langfristig erfolgreich sein will, muss der ganzen Erziehungsprozess neu aufgestellt werden.
    Gegenwärtig bekommen unsere Kinder vor allem Anreize zum Konsum, zum spaßhaben, sie werden konditioniert sich über den Besitz von Markenprodukte zu profilieren.
    Sie bekommen kaum Anreize etwas selber oder im Team aufzubauen...

  • Unsere soziale Marktwirtschaft ist längst keine soziale mehr. Der Mensch steht schon lange nicht mehr im Mittelpunkt. Er ist Arbeitskraft, Investor, unproduktiver Kranker, Lobbyist. Auch die Politik der Bundesregierung wird nicht mehr zum Wohle der BürgerInnen gemacht. Internationale Ziele und Machenschaften stehen im Vordergrund. Das beste Beispiel: TTIP, über 80% der Deutschen sind dagegen, interessiert das Berlin? Nein.