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MeinungVeroeffentlicht 14.04.2015 um 15:54 Uhr MeinungAutor von zwiebelschneider MeinungKommentar 1

Was ist Ihnen persönlich wichtig im Leben?

ordentliche und gerechte Rente

Die junge Generation erwartet bei längerer Arbeit (bis 67 J) und einem gesenkten Rentenniveau auf 43% die Altersarmut. Veranschaulicht man sich das Lohnniveau der jetzigen jungen Generation ist festzuhalten, dass dieses ebenfalls gesunken ist und die zu erwartende Rente zusätzlich schmälert. Die zugesandten Rentenbescheide geben nicht das abgesenkte Rentenniveau auf 43% wieder, was zu falschen Annahmen über die Höhe der zu erwartenden Rente führt. Die propagierte dritte Säule (Eigenvorsorge) in Form von Riester/Rürup sorgt ausschließlich für gute Gewinne der Versicherer - die Renditen sind zu klein um nachhaltig Kapital aufzubauen. Ein zukünftiger Rentner aus Bayern mit höherem Lohnniveau im Erwerbsleben und dadurch höherer Rente wird in Wilhelmshaven gut leben können - umgedreht wird das schwierig. Der Wilhelmshavener wird auswandern müssen
Wir brauchen ein System, bei dem alle entsprechend ihrer Leistungsfähigkeit einzahlen. Die Grundrente muss ein würdiges Leben ermöglichen

Was macht Ihrer Meinung nach Lebensqualität in Deutschland aus?

würdiger Lebensabend im Rentenalter

Nur ein gerechtes Sozialsystem, aus dem sich keiner rausstehlen kann, ist ein gerechtes System. Der Staat hat hierfür Sorge zu tragen.
Jeder sollte in die einheitlichen Sozialkassen (Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung) einzahlen müssen, egel aus welcher Einkunftsart er sein Leben bestreitet. Würde dieses entsprechend der individuellen Leistungsfähigkeit passieren hätte der angestellte Maurer oder die angestellte Friseurin einen seiner bisherigen Lebensstellung entsprechenden annäherend ebenso schönen Lebensabend zu erwarten wie z.B. ein Millionär.
Das gebietet der Anstand und sollte für eine zivilisierte Gesellschaft eine Selbstverständlichkeit sein.

Kommentare: 1

  • Verlässlichkeit und Vertrauensschutz eine Grundvoraussetzung für
    einen Rechtsstaat

    Erlebt haben wir die Ausplünderung vorsorgender Bürger, ständige
    nachträgliche Änderungen im Bereich Renten- und Sozialversicherung.
    30 Jahre wurden Bürger zur Vorsorge aufgefordert = in die Falle
    gelockt. 2004 wurden die dazu empfohlenen Direktversicherungen den
    Versorgungsbezügen gleichgestellt und die Kapitalauszahlung
    beitragspflichtig in Kranken- und Pflegeversicherung. Wir die
    Betroffenen verloren fast 20 % unserer ausschließlich auf eigenen
    Aufwendungen beruhenden zusätzlichen Altersversorgung.
    Eine willfährige Justiz sah „Härten gegen Einzelne“ die dem
    Gemeinwohl unterzuordnen sind.
    Die Strangulation war die Grenze für solche Härten. Die den Härten
    ausgesetzten Bürger waren diejenigen, die den Aufrufen der Politik
    zur Vorsorge gefolgt waren und den falschen Durchführungsweg für die
    eigene Vorsorge genutzt haben, was sie 25 Jahre nach Vertragsabschluss
    erfahren haben.