Das haben Sie geantwortet

MeinungVeroeffentlicht 01.08.2015 um 12:09 Uhr MeinungAutor von Berlin 1980 MeinungKommentar 1

Was ist Ihnen persönlich wichtig im Leben?

Gesundheit, Menschlichkeit, Sicherheit, Perspektive

Viele Antworten werden auf diese Frage gleich ausfallen:
Für sich selbst Gesundheit; die Zeit, um sie mit geliebten Menschen zu verbringen; Sicherheit (physisch, finanziell, Planungen betreffend, Unterstützung im Notfall/bei Ausfällen, Datenschutz); einen respektvollen und verständnisvollen Umgang miteinander - so bescheiden, so komplex!

Grundsätzlich: die Perspektive für die eigene Entwicklung; die Überzeugung, dass die Lebensleistung einen Wert hat.

Was macht Ihrer Meinung nach Lebensqualität in Deutschland aus?

Refokussierung

Wünschenswert wäre für mich die Konzentration auf intelligente, überregionale Strategien zur langfristigen Bewältigung von offensichtlichen Herausforderungen (inkl. transparenter Kommunikation!) statt der Reaktion nur auf entstehende Brandherde und ständige Polemisierungen:
- Überwindung der finanziellen und politischen Krise in Europa
- Entwicklung einer Integrationsstrategie für Migranten
- Unterstützung und Initiierung gesundheitsfördernder Maßnahmen bereits ab dem Kindesalter (Sportvereine, Präventionsmaßnahmen [Drogen, Alkohol, Medikamente, Rauchen], Ernährungslehre)
- ernstzunehmende Reaktion auf Darstellungen der Alltagsprobleme der breiten Masse: Familienunterstützung bzgl. Kinderbetreuung und Altenpflege zur besseren Vereinbarung mit dem Beruf; Perspektivlosigkeit bei jungen Menschen bzgl. der eigenen Ausbildung und Altersvorsorge; mangelnde Planungssicherheit im eigenen Lebensentwurf (z. B. durch grundsätzlich nur befristete Arbeitsverträge in einzelnen Branchen)

Kommentare: 1

  • Was ich gerne noch ergänzen möchte:
    Die Lebensführung vieler Menschen zwischen 25-35 wird geprägt und beeinträchtigt durch die Tatsache, dass in einer Beziehung zunehmend beide Lebenspartner nur in verschiedenen Orten Arbeit finden und lange Zeit gezwungen sind, eine Fernbeziehung zu führen. Das betrifft vor allem Hochschulabsolventen und es dauert häufig Jahre, bis beide es schaffen, in einer Stadt gemeinsam zu leben und zu arbeiten. Um das zu erreichen, werden dann Kompromisse in Bezug auf die Tätigkeit oder die Bezahlung gemacht, meist durch die Frau, da sie bei einer Familiengründung "eh schlechtere Karrierechancen" hat.
    Dies erzeugt Planungsunsicherheiten, verschiebt eine Familiengründung meist um Jahre und verbindet das eigentlich freudige Ereignis dann mit einem bewussten Kompromiss bzw. Verzicht.