Das haben Sie geantwortet
MeinungVeroeffentlicht
22.07.2015 um 12:15 Uhr
MeinungAutor
von Paul H. Ertl
MeinungKommentar
Was ist Ihnen persönlich wichtig im Leben?
Familie, Gesundheit, Erfolg, gerne auch wirtschaftlicher
Und dann bin ich auch schon fertig, schlicht, weil der Staat mir NICHTS davon geben kann - und auch keiner anderen Person. Daß es trotzdem Leute gibt, die das glauben, oder sogar daran, einen Anspruch darauf zu haben, ändert nichts. The facts of life are conservative (M. Thatcher)
Was macht Ihrer Meinung nach Lebensqualität in Deutschland aus?
Pursuit of Happiness
Ich möchte gerne allein "gut leben" (ob dauerhaft in Deutschland, sei dahingestellt). Man braucht dazu keinen Staat, ganz im Gegenteil. Ich brauche keine gelben Säcke, keine vom Zwangsbezahlrundfunk in vorauseilendem Gehorsam verbreitete Dauerberieselung mit sinnloser Öko- und Genderpropaganda (letztere wird sogar in NORWEGEN wegen erwiesener Schwachsinnigkeit nicht mehr staatlich untersützt) und auch den ÖR als solchen nicht. Ich brauche keine links-grünen Indoktrinierungsanstalten schon für Kleinkinder, kein Kindergeld, Betreuungsgeld, Elterngeld, Eziehungsgeld und auch keine andere der immer noch mehr 170 Maßnahmen zur "Familienförderung"; ich habe solche nie Anspruch genommen und habe trotzdem vier Kinder, zwei im Studium, zwei auf dem Weg dorthin. Ich brauche keine durch niemanden legitimierten Kommissionen, die sich zum Gesetzgeber aufschwingen, keine in Brüssel und keine in Berlin. Ich würde deutlich besser leben, wenn der Staat mir mein Geld und meine Ruhe liesse.
Kommentare: 10
Lieber Herr Ertl,
der zweite Teil Ihres Kommentars erschien leider erst als ich schon wieder geschrieben hatte.
Zum Kinderfreibetrag: Mit dem Satz
"Für mich folgt, daraus jedoch nicht zwangsläufig das es immer einen Kindefreibetrag geben muss, zumal er bei Bezug von Kindergeld event. gar nicht zum tragen kommt." Wollte ich nicht sagen, dass es ihn momentan nicht immer gibt, sondern das es ihn nicht prinzipiell für immer geben muss. Die steuerrechtliche Verrechnung von Freibetrag und Kindergeld meinte ich mit "...event. gar nicht zum tragen kommt."
Zum Splitting:
Es gibt durchaus Modelle, die wahrscheinlich GG-Konform sind, aber Sie haben Recht, diese Modelle dürfen nicht dazu führen, das Verheiratete schlechter gestellt werden als Ledige( z.B. Ausweitung auf Familien im Sinne BVG, oder Übergang zu Individualbesteuerung mit langen Übergangsfristen).
MfG
Lieber Herr Ertl,
Ich wollte keine Aussage darüber treffen, ob das momentane Existenzminimum zu hoch oder zu niedrig ist.
Mir ging es eher darum, inwieweit Sie Ideologiefreiheit in der Politik überhaupt für möglich halten? (Hätte mich auch deutlich klarer Ausdrücken sollen.)
Insbesondere in der Familienpolitik oder auch der Steuerpolitik?
Meinem Eindruck nach vertreten Sie eine sehr liberale Position, also letztendlich auch einen Standpunkt, den ich als ideologisch begründet empfinde.
Wobei Ideologie für mich keineswegs etwas prinzipiell Negatives ist, sondern es immer von der einzelnen Ideologie abhängt, ob ich sie gut oder schlecht finde.
MfG
.... und hier der Rest:
Im Endeffekt kann man durch die Abschaffung des Splittings nur eine gewisse (untere) Mittelschicht treffen, deren Lebensentwurf der anscheinend vorherrschenden Ideologie ein Dorn im Auge ist. Und selbst da wird man nur Paare treffen, die noch nicht verheiratet sind, da eine Änderung für schon bestehende Ehen weder theoretisch (BVG) noch praktisch (man mag Leute um die 50, die keine Kinder haben, aber noch an ihrem Haus herumbezahlen in den Ruin treiben) vorstellbar. Noch ein Satz zum Schluß: Den Kinderfreibetrag gibt es immer, er wirkt sich nur nicht aus, wenn nicht weniger Kindergeld bezogen wurde, als der steuerliche Vorteil aus dem Freibetrag ausmacht. Umgekehrt wird das Kindergeld VOLLSTÄNDIG vom steuerlichen Vorteil abgezogen, das gucke ich mir jetzt seit mehr als 20 Jahren auf meinen Steuerbescheiden an.