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MeinungVeroeffentlicht
14.04.2015 um 10:15 Uhr
MeinungAutor
von Mustermann100
MeinungKommentar
Was ist Ihnen persönlich wichtig im Leben?
Gleiche Chancen
In Deutschland entscheidet die Herkunft über ein gelungenes Leben. Es gibt keine gleichen Chancen für alle. Abhängig vom sozialen Staus der Herkunftsfamilie entscheiden sich Bildungschancen und damit Berufs- und Entfaltungschancen.
Ein System, ein Staat, der Kinder im Alter von 10 Jahren in Schulen unterschiedlichen Niveaus sortiert, fördert soziale Ungleicheit anstatt sie zu verhindern und abzuschwächen. Zu einem guten Leben gehört für mich, dass Kinder, und damit die späteren Bürger, selbst über ihre Zukunft entscheiden dürfen. Dazu müssen sie alt genug sein, um die Konsequenzen ihrer Entscheidungen selbst abwägen zu können. Ein einheitlicher Schulabschluss für alle mit 18, wie es Standard in fast jedem Land auf dieser Welt ist, wäre eine einfache Lösung. Ein gutes Leben ist daher zuallererst ein Leben in dem man sich frei enwickeln darf, ohne der zusätzlichen und unnötigen Ungerechtigkeit, die auf das vom Staat geförderte System zurückzuführen ist.
Was macht Ihrer Meinung nach Lebensqualität in Deutschland aus?
Soziale Marktwirtschaft
Die Lebensqualität in Deutschland besteht für mich im Wesentlichen darin, dass es ein soziales Sicherungssystem gibt.
Allerdings wurden dieses seit der Regierung Schroeders zunehmen marodiert. Daher gleitet Deutschland zunehmend in ein rohes kapitalistisches System über. Lebensqualität wird zunehmend zu einer finanziellen Frage. Während gleichzeitig die Löhne sinken bzw. viele Vollzeitstellen durch Teilzeit und 450€Jobber ersetzt werden. Das durchschnittliche Gehalt reicht zum Überleben, doch selten noch zum Leben im Sinne einer echten Lebensqualität. Deutschlands Politker haben meiner Meinung nach die Interessen ihrer Bürger nich im Blick, sondern buhlen nur noch um den Wettbewerbstandort Deutschland bei den großen Konzernen. Die Angst den ökonomischen Wettkampf im Angesicht der Globalisierung zu verlieren führt zu einem unmenschlichen Wettbewerb, von dem nur wenige profitieren. Wie kann man den Bürger vor dem Kapitalismus schützen? Dies sollte die eigentliche Frage sein.
Kommentare: 1
Es gibt mittlerweile so viele Studien, wie man Schule besser machen könnte.
Ich erfahre gerade, wie meine Tochter ein Jahr vor dem Abitur durch übertriebene Anforderungen zur Verzweiflung getrieben wird. Mein Sohn muss wahrscheinlich das Gymnasium (er besucht das selbe Gymnasium wie seine Schwester) verlassen, weil er den in den letzten Jahren immer weiter hoch geschraubten Ansprüchen nicht mehr gewachsen ist. Interessanterweise zeigen beide Kinder asiatische Züge, da ihr Papa aus Japan kommt. Unsere zweite Tochter, die optisch deutlich stärker nach mir schlägt, hat dagegen keine Probleme in der Schule. Ist das ein Zufall?
Es wird Zeit, dass es in Deutschland ein einheitliches Schulsystem gibt, das sich um alle Kinder kümmert und endlich die viel "besungene" individuelle Förderung umsetzt. Dann bräuchte es nämlich auch keine Diskussion um Inklusion, sondern diese wäre selbstverständlich.