Ich möchte heiraten dürfen!
Ich wusste schon immer, dass ich irgendwann einmal eine Familie gründen möchte. Ich wusste schon immer, dass es mir nicht reichen wird einfach nur eine Beziehung einzugehen, sondern für eine Familiengründung gehört für mich auch die Heirat dazu. "Blöderweise" hat sich aber nun heraus gestellt, dass ich homosexuell bin und die Frau, die ich gerne zu meiner Angetrauten nehmen möchte, in Deutschland gar nicht heiraten darf.
Warum muss da in Deutschland zwingend unterschieden werden? Ich möchte heiraten... das ist diese Sache mit der Liebe, der gegenseitigen Unterstützung und der Verantwortung füreinander. Die Tatsache, dass ich mich lediglich verpartnern darf, diskriminiert mich, denn sobald ich von meiner "Frau" spreche, werde ich mit den Worten "aber ihr seid doch gar nicht verheiratet" konfrontiert. Das tut verdammt weh!
Kommentare: 15
Hallo,
Ich bin Sophie und bi 15 Jahre alt und Ich stimme Dir vollkommen zu. In ein paar Jahren, wenn ich mal fest im Leben stehe, will ich die Person heiraten, die ich liebe und zwar legal. Was andere daran nicht verstehen, weiß ich nicht. Es gab schon immer Homosexualität und es wird sie auch immer geben. Und ich wünsche mir, und ich würde alles dafür geben, wenn ich meiner Partnerin später in die Augen sehen kann und sagen kann " Ja ich will"
Ich bin fassungslos. Fassungslos von Menschen, die meinen ein Urteil über Homosexualität fällen zu können ohne dabei zu wissen wie es ist. Homosexualität gibt es überall auf der Welt. Nicht nur hier in Deutschland. Ein Kind in die Welt zu setzen kann nur durch einen Mann und eine Frau geschehen. Ja, aber gibt es nicht auch genügend Fälle wo eine Frau ihr Kind nach der Geburt tötet, weil der Vater sich nach Zeugung aus dem Staub gemacht hat oder sie sich das Kind nicht leisten kann? Sprechen wir wirklich Heutzutage noch von Werten die über 500 - 1000 Jahre alt sind? Von einer Ehe die meistens nicht länger hält als zwei Jahre? Von "Gott" gesegnet???? WERDET MAL WACH!!! Gleiches Recht für alle und keine Ausnahmen und keine Bauchschmerzen!
Hallo Irené,
vielen Dank für die berechtigte Frage – und guten Gewissens die Antwort darauf: Absolut nein.
Sie dürfen mir glauben, dass ich die Welt auch viel, viel einfacher finden würde, wenn alles den theoretischen Regeln entsprechen würde.
Zur "ausreichenden Zeit": reichen gute 25 Jahre?
Zum schlichten Argument: ich suche seit geraumer Zeit einen einzigen konkreten Nachteil. Die Verbundenheit von Eltern und Kindern (die nicht nur für die Gesellschaft, sondern für die gesamte Spezies grundlegend ist) wird m.E. in keiner Weise eingeschränkt, oder? Wie gesagt, ich wälze das Thema schon lange, lange hin und her – und, Hand aufs Herz, ich finde einfach keinen echten Nachteil. Dass jemand, der vom Thema absolut nicht betroffen ist, ein komisches Bauchgefühl hat, ist ja wohl kein Argument. Nichts für ungut und ich hoffe, Sie verstehen mich richtig – ich bin ehrlich auf der Suche nach Argumenten und finde überall nur Allgemeinplätze, die die Diskussion nicht weiterbringen.