Ich möchte heiraten dürfen!
Ich wusste schon immer, dass ich irgendwann einmal eine Familie gründen möchte. Ich wusste schon immer, dass es mir nicht reichen wird einfach nur eine Beziehung einzugehen, sondern für eine Familiengründung gehört für mich auch die Heirat dazu. "Blöderweise" hat sich aber nun heraus gestellt, dass ich homosexuell bin und die Frau, die ich gerne zu meiner Angetrauten nehmen möchte, in Deutschland gar nicht heiraten darf.
Warum muss da in Deutschland zwingend unterschieden werden? Ich möchte heiraten... das ist diese Sache mit der Liebe, der gegenseitigen Unterstützung und der Verantwortung füreinander. Die Tatsache, dass ich mich lediglich verpartnern darf, diskriminiert mich, denn sobald ich von meiner "Frau" spreche, werde ich mit den Worten "aber ihr seid doch gar nicht verheiratet" konfrontiert. Das tut verdammt weh!
Kommentare: 15
Samuel, es ist dir vermutlich entgangen, aber man kann auch außerhalb der katholischen Kirche heiraten. In Standesämtern dürfen Männer Frauen heiraten (und umgekehrt) und in der evangelischen Kirche dürfen zusätzlich auch Frauen Frauen heiraten und Männer Männer. Heiraten hat für mich absolut nichts mit irgendeiner Religion zutun und wenn wir uns die Zahlen der sinkenden (Vereins)Mitglieder der Kirchen anschauen, geht es da vielen anderen offenbar auch wie mir.
Irené, ich habe sehrwohl vor mich mit meiner Partnerin fortzuplanzen. Das geht und gehört zu unserer modernen Welt (Stichwort Zeitgeist).
Ich halte es auch für diskriminierend, dass Lebenspartnerschaften nur homosexuellen vorenthalten ist. Es gibt eine Vielzahl älterer Menschen, deren Ehepartner bereits verstorben sind und die sich jedoch gerne neu verpartnern würden, ohne noch einmal zu heiraten. Das verdeutlicht übrigens auch nochmal die "Abschwächung" der Verpartnerung gegenüber der Ehe.
Also, ich verstehe das nicht, denn ich kenne zwei Frauen, die konnten heiraten.
Ich denke, mit Selbstdisziplin und Eigenverantwortung kann man Deutschland und jedes andere demokratische Land ebenfalls, lebenswerter gestalten. Das beinhaltet allerdings auch die Einordnung in eine gegebene Rechtsstaatlichkeit, die nicht dem Zeitgeist angepasst wird, sondern der man sich als Mensch annähern muss, um sie zu verstehen und zu fördern.
Wenn man von den technischen Hilfsmitteln und dem Internet einmal absieht, dann könnte ich mir das Mittelalter hier auch vorstellen, würde man den aktuellen Bildungsstand nicht berücksichtigen.
Wenn die Ehe für dich nur etwas ist was du nur so haben möchtest, weil es ein "nice-to-have" für dich ist, solltest du dir vielleicht ersteinmal vor Augen führen was die Kirchlich-Ehe überhaupt bedeutet.(und für andere Menschen bedeutet) welche du forderst.
Die Ehe ist ein Bund zweier Menschen vor Gott. Eine "Zeremonie" die dehalb auch in einer Kirche mit einem Prister stattfindet.
Wenn Ich das alles richtig verstanden habe, darfst Du in Deutschland eine Lebenspartnerschaft vor dem Gesetz eingehen. Kannst also deine Zugehörigkeit zu deiner Lebensparnerin vermitteln.Wenn du dich aber in der Kirche mit Hilfe eines Prister vor Gott verheiraten möchtest, sollte dir klar sein das es hier nicht mehr um etwas gesetzliches sondern um etwas religiöses geht. Was auch nach "relgiösen" Regel und Gegebenheiten abläuft. Und in der Bibel die Grudlagelage für Religiöse Abhandlugen, (wozu auch das Heiraten gehört) steht halt nur mal drinnen das Gott die gleichgeschlechtliche Ehe verabscheut.