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MeinungVeroeffentlicht 15.04.2015 um 18:03 Uhr MeinungAutor von Foster MeinungKommentar 29

Was ist Ihnen persönlich wichtig im Leben?

Abschaffung der Privaten Krankenversicherung

Eine gute und gerechte medizinische Versorgung für alle, mit Beiträgen unter Berücksichtig von Einkommen plus sonst. Einnahmen. Einführung einer Bürgerversicherung bzw. Rückkehr in die GKV für alle, die wechseln möchten, unter Mitnahme von Rücklagen oder anderer Ausgleichszahlungen. Wenn alle in eine Versicherung einzahlen, sind auch genügend finanzielle Mittel vorhanden und die Ärzte brauchen keine Privatpatienten, um Kosten zu decken und Geld zu verdienen. Die PKV darf nur Zusatzversicherungen anbieten. 4 Millionen Beamte in der PKV= schätzungsweise 2 Milliarden Euro Beiträge im Monat. Und das an Konzerne, wo nur Maximalgewinne und hohe Aktienkurse zählen.
Viele gut verdienende und gesunde PKV Mitglieder im mittleren Alter würden gerne wechseln und würden den Höchstbeitrag zahlen. Auch ältere Menschen wechseln, was tendenziell aber nicht der finanzielle Ruin der GKV wäre, dafür aber menschlich und sozial.Die Kosten würden sicher durch die hinzugekommenen Beitragszahler gedeckelt.

Was macht Ihrer Meinung nach Lebensqualität in Deutschland aus?

Wohnen/Miete und würdevolles Leben im Alter

Bezahlbare und dem Einkommen angepasste Mieten insbesondere für Menschen mit geringerem Einkommen und Rentner.
Keine Angst vor Armut im Alter, nach vielen Jahren der Berufstätigkeit. Es ist würdelos, wenn alte Menschen nach Pfandflaschen im Müll suchen müssen oder Hilfe vom Sozialamt beantragen müssen, weil die Rente selbst für ein einfaches Leben nicht ausreicht. Rentenkasse analog einer Bürgerversicherung.

Kommentare: 29

  • TKK-Chef Jens Baas im Interview mit der BZ v.15.08.2014
    Eine Hängepartie gibt es auch auf einem anderen Feld. Die große Koalition lässt die private Krankenversicherung unangetastet.Das muss Sie doch wurmen, schließlich sind es gerade ihre vielen gutverdienenden Versicherten, die wechseln können. Die private Krankenversicherung ist langfristig nicht überlebensfähig. Deren Rücklagen reichen längst nicht aus, um die immer älter werdenden Versicherten zu versorgen. Spätestens in 20 J ist Schluss. Doch dann wird die Politik die Menschen nicht einfach fallen lassen, sondern das Problem auf die gesetzliche Versicherung überwälzen. Damit es nicht dazu kommt, müssen wir jetzt handeln. Was schlagen Sie vor? Jeder Privatversicherte sollte dauerhaft das Recht bekommen, in eine gesetzliche Kasse zu wechseln. Aus den Rücklagen zahlt die Privatversicherung dann der Kasse als Ausgleich eine Art „Rente“ für den Rückkehrer.Damit wird hier niemand enteignet, was ja auch grundgesetzwidrig wäre.

  • Auch eine denkbare/mögliche Variant.
    Wobei das in vielen Punkten mit den Plänen von SPD, Bündnis90/Grüne und Die Linke vergleichbar ist. Auch hier zahlen ALLE in EINE KASSE entsprechend Einkommen und Einnahmen. Experten gehen auch davon aus, dass nach Umsetzung mehr Geld zur Verfügung steht und somit eine Bessere Bezahlung der Pflegekräfte möglich sein sollte und die Beiträge geringer wären als zur Zeit.

  • Eine private Krankenversicherung ist erst dann eine private Krankenversicherung, wenn sie auch privat bezahlt wird (d.h. auch ohne steuerliche Erstattung!).

    Es ist unerträglich, dass dieser 2. Stand der Krankenversicherung (der erste Stand ist der der Selbstzahler) überhaupt existiert. Es bleibe jedem unbenommen, sich für Leistungen zu versichern, die mit Komfort oder medizinische Kann-Behandlungen verbunden sind.

    Es gibt hierfür einen guten und gerechten Weg: Jeder zahlt aus jedem Einkommen einen Beitrag von 10% für die Gesundheitsversorgung. Ich schreibe Gesundheitsversorgung, nicht Bürgerversicherung, denn einer Versicherung bedarf es dann nicht mehr.

    Warum nur 10%? Weil ohne Beitragsbemessungsgrenzen, Sonderstatus von Beamten und Freiberufler etc. dann sehr viel mehr Geld für eine gute, vollständige und gerechte Gesundheitsversorgung zur Verfügung stünde.
    Man könnte dann sogar soweit gehen, Gesundheitsberufe wie Pflegefachkräfte anständig zu bezahlen.