Einkommen von dem man leben kann
Ich habe eine 40 Stundenwoche, bin Alleinerziehende und kann mir mit meinem Lohn kein Auto leisten. Daher bin ich auf öffentliche Verkehrsmittel angewiesen und somit 3 Stunden länger unterwegs. Der Mindestlohn ist kaum in meinem Netto angekommen, ich habe nun mehr Steuern zu zahlen. da ich aber unter 1000 Euro an Lohnsteuer habe,kann ich nichts absetzen. Hier muss was getan werden. Es kann nicht sein, dass gut bezahlte mehr von den Steuern absetzen können als wenig Verdiener. Ich habe auch die gleichen Aufwendungen an Fahrkosten, Kinderbetreuung usw. Mein Lohn reicht um zu überleben. Ich kann das wichtigste abdecken. Miete, Strom, Versicherung, GEZ, Telefon, dass war es aber auch schon. Luxus ist für mich mal zum Frisör zu gehen. Wir verzichte auf alles. Kein Kino, Urlaub, essen gehen, Zeitschriften. Freizeitbeschäftigungen, die was kosten. Zur Zeit überleben wir, aber wir leben nicht. Dass wichtigste ist daher eine gerechtere Steuerbelastung,bei Geringverdiener muss mehr vombrutto
Kommentare: 1
Meiner Meinung nach sollte endlich dafür Sorge getragen werden, dass ehrliche Arbeit fair vergütet wird. Mit netto 1097€, wohlgemerkt als gelernte Kraft, für eine Vollzeitstelle, hat man nach Abzug aller Kosten kaum genug zum Leben. Die Kompromisse die man dann eingehen muß, um sich etwas Lebensqualität, im Alltag, zu sichern sind kaum tragbar. Kein Urlaub, keine private Altersvorsorge ( wovon auch ), kein Auto. Dafür eine erhebliche Steuerlast und ein erhöhter Pflegebeitrag, weil man sich kein Kind leisten kann! Während das Lohndumping, im großen Stil, von der Bundesregierung gefördert wird und die Situation durch die Zuwanderung von angeblich fehlendem Fachpersonal dramatisch verschlechtert wird, sitzen Millionen arbeitswillige, gesunde Bürger zu Hause und müssen für das lächerlich geringe Harz IV,eine unvorstellbar demütigende Arroganz, von Amtswegen her, in Kauf nehmen. Man fühlt sich nicht nur von der besserverdienenden Gesellschaft abgeschnitten, nein man schämt sich sogar